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Die Zuschauerforschung des DDR-Fernsehens

Arbeitsweise der Zuschauerforschung Überlieferung der Zuschauerforschung Schriftgut Zuschauerforschung (1955-1990) Sehbeteiligungskartei (1965-1990)
Visitenkarte der Abteilung Zuschauerforschung des Deutschen Fernsehfunkes

Das Schriftgut der Zuschauerforschung bildet im DRA Babelsberg innerhalb der Gesamtüberlieferung des Schriftguts des Deutschen Fernsehfunks/Fernsehens der DDR einen in sich geschlossenen Bestand. Der Bestand enthält Analysen der Meinung der Zuschauer zum Programm des DDR-Fernsehens, die vor allem durch wöchentliche, repräsentative Zuschauerbefragungen ermittelt wurden. Die Zuschauerforschung wertete neben der Sehbeteiligung und der Bewertung von Sendungen, die Zuschauerpost, die Ergebnisse von Zuschauerforen sowie die Fernsehkritiken aus. Die Ergebnisse wurden für die Leitung des DDR-Fernsehens, teilweise mit Hilfe der EDV, aufbereitet und für alle programmpolitischen Entscheidungen herangezogen. Die aktuellen Ergebnisse wurden wöchentlich im Staatlichen Komitee für Fernsehen beraten.

Neben der Abteilung Zuschauerforschung (ab 1964) gehören auch deren „Vorläufer“ zum Bestand: Referat Fernsehstuben, Abteilung Wirkungsforschung und Abteilung Außenverbindung. Nach 1990 finden sich Unterlagen und Auswertungen von Infas (Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Bestand.

Die Onlinestellung der Ausarbeitungen und Analysen der Zuschauerforschung des DDR-Fernsehens von 1955 bis 1990/91 ermöglichen nun den digitalen Zugriff unmittelbar auf das einzelne Dokument.

Zur schnellen Recherche nach Sehbeteiligung und Bewertung einzelner Sendungen steht darüber hinaus für die Jahre von 1965 bis 1990 eine „Sehbeteiligungskartei“ zur Verfügung, die für den internen Gebrauch gedacht war. So sind deshalb beispielsweise die Titel der Sendungen teilweise sehr verknappt wiedergegeben. Auch sind die Werte für Sendungen von 1965 bis 1967 nicht mit den ab 1968 ermittelten Zahlen vergleichbar.

Schild: Fernsehen der DDR - Zuschauerforschung


Zur Arbeitsweise der Zuschauerforschung

Die Sehbeteiligung wurde nach dem so genannten Zufallsverfahren ermittelt. Das Gebiet der DDR wurde zunächst in Territorien unterteilt, innerhalb dieser Territorien erfolgte die Unterteilung in Städte und Landgebiete. 15 Städte und 14 Landgebiete wurden ausgelost, die Post lieferte die Adressen von allen dort angemeldeten Fernsehteilnehmern. Von diesen wurden, wiederum per Zufall, etwa 600 Haushalte gezogen. Jede Woche wurden auf diese Weise neue Adressen ermittelt. Nebenberufliche Befrager suchten die Einwohner auf. Diese Befragungen waren auf freiwilliger Basis, strengste Anonymität sowie Vertraulichkeit wurden zugesichert.

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Zur Überlieferung der Zuschauerforschung des DDR-Fernsehens im DRA Babelsberg

Umfang: ca. 14 lfm
Zeitraum: 1955-1990
Inhalt: u.a. Programmspiegel, Meinungsäußerungen zum Programm von ausgewählten Interessentenkreisen; Unterlagen der AG Außenverbindung zur Arbeit mit Fernsehkorrespondenten; Befragungsergebnisse zu einzelnen Programmsparten; Reise- und Situationsberichte des Referats Fernsehstuben zum Fernsehempfang; Fragebögen; Sofortresonanzen/Berichte zur Programmwoche; EDV- und Jahres-Tabellen zur Auswertung des Gesamtprogramms; Programmstatistiken und Leistungspläne, Sehbeteiligungskartei (ca. 1700 Karteikarten (A5) mit den Ergebnissen der Sofortresonanzen)

Zu Beginn des Jahres 2006 wurde der gesamte Bestand der Zuschauerforschung für die Nutzung digitalisiert: insgesamt 181 AE mit 55.028 Blatt; gespeichert in Graustufen als PDF und TIFF; über OCR recherchierbar; aus Gründen der Bestandserhaltung wurde der Bestand zudem auf Mikrofilm gesichert.

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Zur Nutzung des Bestandes






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